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Globalisierung und die Freiheit der Künste
Symposium von 20. bis 23. Juli 2006 im Rahmen des World New Music Festival
Das Thema „grenzenlos“ des World New Music Festivals impliziert eine bewusst angelegte Vieldeutigkeit: Vordergründig ist die Internationalität der Veranstaltung gemeint, an der Kunstschaffende aus mehr als 50 verschiedenen Ländern teilnehmen werden. "Grenzenlos" sind in Zeiten der forcierten Globalisierung aber auch die Auswirkungen einer alle Lebensbereiche durchdringenden Veränderung der Weltwirtschaftsordnung, womit eine politische Dimension angesprochen ist. Um insbesondere den letztgenannten Aspekt wissenschaftlich aufzuarbeiten und seine Relevanz für das Kunstschaffen der Gegenwart zu erörtern, hat seit Frühjahr 2004 ein Team mit Nicolas Schalz, Claus-Steffen Mahnkopf, Jörn Peter Hiekel, Max Nyffeler, Ralf Alexander Kohler und Christine Fischer drei Symposien vorbereitet. Unter dem Dach von Musik der Jahrhunderte wurden die vielfältigen Aspekte des Themas Kunst und Politik diskutiert und in die kultur- und gesellschaftskritischen Diskurse, die den Veranstaltungen des Festivals vorausgingen, einbezogen. Im Einklang mit dem Festivalthema sollten die engen Grenzen der einzelnen Fachdisziplinen aufgesprengt werden, um vor dem Hintergrund der aktuellen politischen, religiösen, ökonomischen und ökologischen Probleme der Gegenwart nach der Rolle und der kritischen Funktion zeitgenössischer Musik im Zeitalter der Globalisierung zu fragen.
Die nun unter Federführung des Instituts für Neue Musik der Dresdner Hochschule für Musik und Musik der Jahrhunderte Konferenz „Globalisierung und die Freiheit der Künste“ hat im Sinne einer Bündelung, Bilanzierung, aber auch Vertiefung bislang erörterter Einsichten die dringliche Aufgabe, quer durch die unterschiedlichsten Kulturen nach der Relevanz, der Akzeptanz, den Produktionsbedingungen und vor allem den Zielsetzungen zeitgenössischer Kunst zu fragen. Durch die Anbindung der Konferenz an das World New Music Festival sollen die Ergebnisse dieser Tagung einer breiten Öffentlichkeit präsentiert werden. Vor allem aber können so Künstler unterschiedlichster Länder, deren Werke beim Festival präsentiert werden, in die Diskussionen einbezogen werden.
Tagungsprogramm
Veranstaltungsort: Theaterhaus
Donnerstag, 20. Juli 2006 09:30-12:30 Glashaus „Begriffe der Globalisierung“ Roundtable mit Rolf Elberfeld, Albrecht Wellmer, Claus-Steffen Mahnkopf, Jörn-Peter Hiekel, Nicolas Schalz, Max Nyffeler, Ralf Alexander Kohler, Zabana Kongo, Kofi Ansah, Benedict Sackey, Todd Tarantino, Sarat Maharaj.
17:00-18:00 P1 J. H. Kwabena Nketia: Global and local resources of African Art Music 18:00-19:00 P1 Martin Zenck: Das Eigene und das Fremde. Antonin Artaud als Ethnologe der Tarahumaras und Wolfgang Rihms „Poème dansé“ Tutuguri Freitag, 21. Juli 2006
09:30-12:30 Glashaus „Arabischer Konservatismus im Kontext der Moderne“ Roundtable mit Azza Madian, Amr Okba, Samir Odeh-Tamini, Wael Sami, Bassam Nour Eddien
16:00-17:00 Glashaus Azza Madian: The loss of cultural identity 17:00-18:00 Glashaus Byung-Chun Han: Globalisierung, Hyperkulturalität und der Ferne Osten
Samstag, 22. Juli 2006
14:30-15:30 P1 Interkultureller Kompositionsworkshop Global Interplay Podiumsgespräch mit Teilnehmern des Workshops, Moderation Ralf Alexander Kohler
Gefördert von der
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